Das Projektseminar 'documenta 1955: Virtuelle Rekonstruktion' widmet sich der virtuellen Rekonstruktion einer namhaften Ausstellung in der Geschichte Deutschlands. Es wurde im vergangenen Semester bereits der das Projekt einer VR fortgesetzt, wenn eine nicht geringen Zahl von Exponatbestückungen der damaligen Ausstellung digital rekonstruiert werden konnten. Wie im vergangenen Semester werden auch bei diesem Seminar zunächst die kunsthistorischen Recherche-Verfahren angewendet, um die bestehende virtuelle Rekonstruktion zu erweitern. Neben dieser weitergehenden Rekonstruktionsarbeit zur ersten documenta werden die verschiedenen Wege einer schon kriminalistischen Arbeit thematisiert werden: Welche Arten von Archivalien stehen zur Verfügung? Welche Gewichtung (Beweis, Schlussfolgerung verschiedener Gradation* und Spekulation) können verschiedenen Archivalien, zeitgenössischen Publikationen usw. zuteil werden, geht es um belastbare Entscheidungen bzgl. einer (virtuellen) Rekonstruktion.